Ritterrüstung
Eine eiserne Rüstung schützte den Körper eines Ritters ähnlich wie ein moderner Fahrradhelm und feste Protektoren heute den Körper beim Sport sichern, deckte aber fast den gesamten Menschen von Kopf bis Fuß ab. Um diese schwere Schutzkleidung zu verstehen, helfen einige Begriffe aus der damaligen Zeit. Das Visier war die bewegliche Klappe vorne am Helm. Wenn Gefahr drohte, wurde es heruntergeklappt, um das Gesicht vor Stößen zu schützen. Durch schmale Sehschlitze konnte der Träger weiterhin nach vorne blicken. Unter oder anstelle fester Metallplatten trugen viele Krieger ein Kettenhemd. Dieses besondere Kleidungsstück bestand aus tausenden winzigen, verflochtenen Eisenringen. Es war zwar biegsam wie ein fester Pullover, hielt aber Schnittverletzungen ab. Auf dem Holzschild befand sich oft das Wappen, ein buntes Bildzeichen mit Tieren oder Streifen, an dem man Verbündete schon aus der Ferne erkannte.
Verschiedene Motive
Auf historischen Darstellungen begegnet man ganz unterschiedlichen Erscheinungsformen dieser mittelalterlichen Gestalten. Eine bekannte Variante zeigt den Ritter hoch zu Ross. Das Pferd trug dabei häufig eine eigene Decke aus Stoff, die im gleichen Farbmuster wie das Wappen des Reiters gehalten war. Solche Reiterfiguren wirken durch die lange Lanze und die aufrechte Haltung im Sattel besonders dynamisch. Daneben gibt es Bilder von stehenden Rittern, die ein Schwert in den Händen halten oder sich auf einen großen Holzschild stützen. Manche Darstellungen konzentrieren sich auf den reinen Metallpanzer mit glänzenden Platten an Schultern und Knien. Andere zeigen den Wappenrock, eine Art Überwurf aus Tuch über dem Kettenhemd, der viel Raum für eigene Muster bietet.
Feine Linien
Je nach Zeichnung unterscheidet sich der zeitliche Aufwand beim Ausmalen erheblich. Manche Ritter Ausmalbilder besitzen breite Konturen und große, übersichtliche Felder. Schilde, lange Fahnen oder einfache Burgmauern im Hintergrund lassen sich rasch mit breiten Stiften ausfüllen. Anders verhält es sich mit detaillierten Darstellungen. Wenn ein Kettenhemd Ring für Ring gezeichnet ist oder der Helm feine Lüftungslöcher aufweist, erfordert das Ausmalen etwas mehr Geduld und eine ruhige Handführung. Auch Mähnen von Pferden oder feine Schwertgriffe besitzen viele winzige Zwischenräume. Wer zügig fertig werden möchte, greift eher zu Vorlagen mit flächigen Rüstungen, während komplizierte Schnörkel zum genauen Arbeiten einladen.
Eigenes Lesezeichen
Aus einem fertigen Bild lässt sich mit wenigen Handgriffen ein nützlicher Gegenstand herstellen. Zuerst schneidest du die Umrisse eines stehenden Ritters oder eines schmalen Schildes sorgfältig mit einer Schere aus. Im zweiten Schritt klebst du dieses Motiv auf einen Streifen aus festerem Karton, damit die Figur stabil bleibt und nicht knickt. Wer möchte, stanzt am oberen Ende mit einer Lochzange ein kleines Loch ein und fädelt ein kurzes Stoffband hindurch. So entsteht in drei einfachen Schritten ein haltbares Lesezeichen für deine Bücher, womit deine ausgedruckten Malvorlagen eine praktische Verwendung finden.