Aufbau und rhythmische Fachbegriffe
Ein tiefer, spürbarer Schlag bringt den Holzboden zum Schwingen, kurz darauf folgt ein helles, metallisches Zischen. Hinter einer Reihe aus glänzenden Metallständern und fest aufgespannten Fellen sitzt ein Musiker, zwei lange Holzstöcke präzise in den Händen führend. Jede Bewegung erzeugt einen eigenen Ton, der zusammen mit anderen Schlägen zu einem festen Takt wird. Die Vielfalt der verwendeten Bauteile macht diese Instrumentengruppe besonders vielseitig.
Um die einzelnen Elemente besser zu verstehen, helfen ein paar Grundbegriffe aus der Welt der Percussion. Als Snare Drum oder Kleine Trommel bezeichnet man die flache Trommel, unter deren unterem Fell Metalldrähte gespannt sind. Diese Drähte rascheln bei jedem Schlag und verleihen dem Klang seinen typischen, scharfen Charakter. Die Hi-Hat besteht aus zwei waagerecht übereinander montierten Metallbecken, die mithilfe eines Fußpedals gegeneinander gedrückt werden können. Die Holzstöcke, mit denen das gesamte Instrument bedient wird, heißen im Fachjargon Sticks und besitzen an der Spitze eine kleine runde oder eiförmige Holzkuppe.
Farbgestaltung und optische Details
Rhythmische Instrumente bieten eine große Bandbreite an Oberflächen, Strukturen und Materialien. Die zylinderförmigen Kessel der verschiedenen Trommeln sind oft mit einer farbigen Schutzschicht versehen oder aus veredeltem Holz gefertigt. Kräftige Farben wie Tiefrot, Dunkelblau oder glänzendes Schwarz passen hervorragend zu diesen Flächen. Für die Becken aus Bronze oder Messing eignen sich warme Gelb- und Goldtöne sowie helle Brauntöne. Buntstifte ermöglichen durch variierenden Aufdruck fließende Übergänge, wodurch das Metall einen feinen Glanz erhält.
Filzstifte setzen auf den glatten Kesselflächen sehr kräftige und gleichmäßige Farbakzente. Die natürliche Holzmaserung der Sticks lässt sich hingegen besonders gut mit beigefügten Wachsmalkreiden darstellen. Auf Schlagzeug & Trommeln Ausmalbilder finden sich häufig auch viele kleine Details wie Spannschrauben, Fußpedale oder stabile Stativbeine, die in schlichten Grau- und Silbertönen schattiert werden können.
Beobachtungen bei Konzerten und im Unterricht
Wer ein vollständiges Drumkit oder verschiedene Handtrommeln in Aktion erleben möchte, findet dazu viele Gelegenheiten bei Straßenmusikanten, in Musikschulen oder bei Auftritten von Orchestern. Achte bei der nächsten Gelegenheit genau auf die Verteilung der Aufgaben zwischen den Händen und den Füßen der spielenden Person. Während die Hände mit den Sticks sehr schnell zwischen den einzelnen Trommeln wechseln, steuern die Füße über Pedale die große Bass Drum am Boden sowie das Öffnen und Schließen der Hi-Hat.
Auch die Schwingung der großen Becken lässt sich aus der Nähe gut beobachten, wenn der Ton nach dem Treffer noch einige Sekunden lang durch den Raum vibriert. Einige Musiker nutzen neben den klassischen Holzstöcken auch weiche Filzschlegel für dumpfe Töne oder Besen aus feinen Metalldrähten für leise, wischende Geräusche. Diese Unterschiede im Aufbau bieten lehrreiche Eindrücke, die sich auch auf gedruckten Malvorlagen leicht wiedererkennen lassen.