Formenvielfalt
Gerade Striche und runde Bögen treffen bei Schriftsymbolen auf ganz unterschiedliche Weise aufeinander. Ein Buchstabe wie das E besteht ausschließlich aus waagerechten und senkrechten Linien, die flächig ausgefüllt werden können. Das O hingegen bildet einen geschlossenen Kreis, der viel Schwung beim Zeichnen erfordert. Einige Zeichen besitzen offene Rundungen, wie das C oder das S, während andere schräge Querstreben tragen, wie das A oder das X. Neben den großen Druckbuchstaben existieren auch kleine Formen, die oft rundere Bauchansätze und Unterlängen haben, die weit nach unten ragen.
Manch ein Zeichen wirkt vollkommen symmetrisch und lässt sich gedanklich genau in der Mitte spiegeln, während andere völlig asymmetrisch aufgebaut sind. Auch die Strichstärke unterscheidet die Varianten voneinander. Dicke Blockbuchstaben bieten eine sehr klare Abgrenzung der Binnenräume, wohingegen geschwungene Schreibschriften fließende Übergänge andeuten. Bei verzierten Motiven kommen oft kleine Bildelemente hinzu, etwa ein Apfel direkt neben dem A oder eine Katze beim K, was das Erkennen des dazugehörigen Anfangslautes erleichtert.
Linienführung
Großflächige Buchstaben Ausmalbilder mit breiten Konturen lassen sich besonders rasch gestalten, weil Buntstifte oder Wachsmalstifte hier auf umfangreichen Feldern zügig Deckung finden. Solche flächigen Motive erfordern wenig exakte Strichführung, da kleine Abweichungen an den Rändern kaum auffallen. Wenn ein einzelner Großbuchstabe ohne zusätzliche Dekoration auf dem Blatt steht, ist die Fläche im Handumdrehen vollständig eingefärbt.
Aufwendigere Malvorlagen zeigen hingegen feine Muster innerhalb der Schriften. Kleine Punkte, Streifen, Blümchen oder geometrische Gitter unterteilen die Flächen in viele winzige Abschnitte. Das sorgfältige Ausfüllen dieser filigranen Felder dauert deutlich länger und verlangt eine sehr ruhige Handführung. Wer einzelne Zonen in unterschiedlichen Farbtönen absetzt, verwandelt ein einfaches Zeichen in ein vielschichtiges Mosaik. So entscheidet der Grad der Verzierung maßgeblich darüber, wie zügig ein Blatt fertig wird und wie intensiv man sich mit den einzelnen Biegungen beschäftigt.
Namensschilder
Aus den fertig gestalteten Blättern lässt sich mit wenigen Handgriffen ein persönliches Schild für die Zimmerwand oder eine farbenfrohe Girlande herstellen. Zuerst schneidest du die ausgemalten Zeichen entlang der äußeren Umrisslinie sorgfältig mit einer Schere aus. Achte dabei darauf, dass auch innere Aussparungen wie die Öffnung beim A oder das Loch im O ganz sauber herausgetrennt werden.
Im zweiten Schritt klebst du die einzelnen Papierzeichen der Reihe nach auf einen festen Streifen Tonkarton oder befestigst sie mit kleinen Klammern an einer dünnen Schnur. Schließlich hängst du die fertige Kette waagerecht auf oder bringst das Schild an einer Tür an. Welche ganz unterschiedlichen Buchstabenformen kannst du eigentlich an den Schildern und Verpackungen in deiner Umgebung beobachten?