Das Leben unter der Meeresoberfläche
Im Sommer zieht es viele Menschen an die Küsten der Weltmeere, doch unter der friedlich wirkenden Wasseroberfläche verbirgt sich zu jeder Jahreszeit ein riesiger und lebendiger Lebensraum. Das Meer ist unterteilt in verschiedene Zonen, die jeweils ganz eigenen Regeln folgen. Nahe der Küste und in lichtdurchfluteten flachen Gewässern wachsen bunte Korallenriffe. Diese Riffe entstehen über lange Zeiträume durch die Gehäuse winziger Blumentiere und bieten Tausenden von Fischarten, Krebsen und Muscheln Nahrung sowie Schutz. Weiter draußen im offenen Ozean schwimmen große Meeressäuger wie Wale und Delfine, die zum Atmen stets an die Oberfläche kommen müssen. Noch tiefer, wo kein Sonnenlicht mehr hinkommt, liegt die kühle und dunkle Welt der Tiefsee, in der ganz erstaunliche Geschöpfe mit besonderen Anpassungen leben.
Wichtige Begriffe aus dem Meeresraum
Ein Korallenriff ist eine feste Struktur im tropischen Flachwasser, die aus den Kalkskeletten unzähliger kleiner Nesseltiere entsteht und als geschütztes Versteck für viele Tiere dient. Unter dem Begriff Tarnung versteht man die Eigenschaft mancher Meeresbewohner, sich durch entsprechende Farben, Muster oder Körperformen nahezu unsichtbar für Angreifer oder Beutetiere zu machen. Beispiele hierfür sind Schollen, die sich flach in den Sand legen und dessen Färbung annehmen. Als Tiefsee wird der Bereich der Ozeane bezeichnet, der unterhalb von zweihundert Metern Tiefe beginnt. Da dort vollständige Dunkelheit und ein hoher Wasserdruck herrschen, entwickeln manche Tiere wie der Anglerfisch eigene Leuchtorgane, um Partner anzulocken oder Nahrung zu finden.
Wie bewegen sich Meeresbewohner im Schaukasten?
Bei einem Besuch in einem großen Schauaquarium oder Meeresmuseum lohnt es sich, die Bewegungsabläufe der unterschiedlichen Tiere genau zu beobachten. Fische nutzen ihre Flossen auf erstaunlich vielseitige Weise. Während die Schwanzflosse meist für den notwendigen Vortrieb sorgt, werden die Brust- und Bauchflossen wie kleine Ruder eingesetzt, um die Richtung zu ändern oder im Wasser auf der Stelle zu schweben. Rochen bewegen ihre breiten Körperränder in Wellenformen und wirken dadurch so, als würden sie schwerelos durch das Wasser gleiten. Krebse und Krabben hingegen nutzen ihre Beine, um seitwärts über den Boden zu laufen. Wer aufmerksam hinsieht, bemerkt schnell, wie friedlich und aufeinander abgestimmt das Zusammenleben im Wasser abläuft.
Vom Papier zum schwebenden Raumschmuck
Aus fertigen Zeichnungen lässt sich ohne großen Aufwand ein leichtes Mobile gestalten, das sich im Luftzug sanft hin und her bewegt. Im ersten Schritt werden mehrere ausgemalte Meeresmotive vorsichtig entlang ihrer äußeren Konturen mit einer Schere ausgeschnitten. Im zweiten Schritt wird an der Oberseite jedes Papierbildes auf der Rückseite ein dünner Faden mit einem kleinen Streifen Klebeband befestigt. Im dritten Schritt werden die freien Enden der Fäden in unterschiedlichen Längen an einem kleinen Holzstab oder einem gefundenen Zweig festgeknotet. Sobald das Mobile an der Decke oder im Fensterrahmen hängt, scheinen die Meeresbewohner frei durch den Raum zu schwimmen, während du dir passende Unterwasserwelt Ausmalbilder und weitere Malvorlagen ausdruckst.