Pflanzenwelt erwacht
Sobald die Tage spürbar länger werden und die Sonne wieder mehr Kraft gewinnt, erwacht die Natur aus ihrer langen Winterruhe. Der Boden erwärmt sich langsam, und im Erdboden gespeicherte Feuchtigkeit hilft den Wurzeln, frische Nährstoffe aufzunehmen. Zu den ersten Boten dieser Jahreszeit gehören Zwiebelpflanzen wie Schneeglöckchen oder Krokusse, die bereits unter einer dünnen Schneedecke ihre Triebe entwickeln. Sie nutzen das reichliche Licht im zeitigen Frühjahr, bevor die Kronen der großen Laubbäume dicht mit Blättern bewachsen sind und den Waldboden schattig machen. Viele Insekten wie Hummeln und Wildbienen sind auf genau diese frühen Blüten angewiesen, um nach den kalten Monaten erste Nahrung zu finden. Auch in den Stämmen der Bäume steigt das Wasser wieder auf, sodass an den Zweigen dicke Knospen anschwellen und sich schließlich zu frischem Laub entfalten.
Wichtige Fachbegriffe
Wenn Beobachter von der Natur im Frühjahr sprechen, tauchen oft bestimmte Fachbegriffe auf. Als Frühblüher bezeichnet man Pflanzen, die bereits vor allen anderen blühen, weil sie in einer unterirdischen Zwiebel oder Knolle Energie für das Wachstum aufbewahrt haben. Ein anderer Begriff ist die Tagundnachtgleiche. Dieser astronomische Zeitpunkt markiert den Kalenderbeginn des Frühlings, an dem Tag und Nacht exakt gleich lang sind. Ab diesem Datum werden die Tage auf der nördlichen Halbkugel schrittweise länger als die Nächte. Als Keimling wird wiederum eine noch ganz junge Pflanze bezeichnet, die gerade aus einem Samen bricht. Diese winzigen Keimlinge tragen bereits alle Eigenschaften in sich, um zu einer großen Pflanze heranzuwachsen. Beim Betrachten der Frühling Ausmalbilder lassen sich solche feinen Unterschiede zwischen Knospe, Blüte und Keimling gut erkennen.
Junge Triebe
Im Frühjahr treffen im Garten und im Wald ganz unterschiedliche Größenverhältnisse aufeinander. Neben massigen, tief im Boden verankerten Baumstämmen stehen zierliche Pflänzchen, die vorsichtig durch die dunkle Erde brechen. Die ersten grünen Triebe wirken extrem fein und flach am Boden, während die hoch aufragenden Äste alter Eichen und Buchen ein mächtiges Blätterdach über ihnen bilden. Sogar in der Tierwelt zeigen sich diese Gegensätze sehr deutlich: In dicht geflochtenen Vogelnestern liegen winzige Eier, aus denen zarte Küken schlüpfen, während die Elternvögel unermüdlich Nahrung herbeischaffen. Auf einfachen Malvorlagen werden diese Größenunterschiede oft vereinfacht dargestellt, damit die Formen gut zur Geltung kommen. Welche ersten Knospen oder vorsichtigen Halme kannst du entdecken, wenn du heute draußen durch ein Beet oder über eine Wiese gehst?