Bauteile und Funktionsweise
Ein großer Hydraulikbagger bringt nicht selten über 20 Tonnen Gewicht auf die Waage. Um solche riesigen Mengen Erde zu bewegen, greifen mehrere Baugruppen ineinander. Der Arm besteht aus dem Ausleger, der am Hauptkörper sitzt, und dem Stiel am vorderen Ende. Ganz vorne befindet sich der Löffel. Dieser besitzt an der Vorderkante oft kräftige Zähne aus Stahl, die sich in festen Boden graben. Bewegt wird der Arm durch Hydraulikzylinder. Das sind Metallrohre, in denen eine Flüssigkeit unter hohem Druck gepresst wird. Dadurch bewegen sich Kolben vor und zurück, was dem Bagger enorme Kraft verleiht. Der Fahrer sitzt in einer Kabine auf dem Oberwagen. Dieser Oberwagen lässt sich komplett im Kreis drehen, ohne dass sich das Fahrwerk bewegen muss. So kann Erde aufgenommen und seitlich auf einen Lastwagen abgekippt werden.
Unterschiede verschiedener Baggerarten
Bagger unterscheiden sich vor allem im Aufbau des Fahrwerks und der Größe. Kettenbagger besitzen zwei breite Raupenketten. Diese verteilen das Gewicht auf eine große Fläche, sodass die Maschine auf weichem Boden nicht einsinkt. Sie bewegen sich langsam, kommen aber im Gelände gut voran. Mobilbagger hingegen fahren auf großen Gummireifen. Sie sind auf geteerten Straßen schneller unterwegs und wechseln problemlos die Baustelle. Damit sie beim Arbeiten stabil stehen, fahren sie seitliche Stützen aus. Eine weitere Variante sind Minibagger. Diese kompakten Maschinen passen durch schmale Gartentore und werden für Arbeiten in Vorgärten genutzt. Auf Blättern der Bagger Ausmalbilder siehst du manchmal Abbruchhämmer oder Greifer anstelle eines Löffels. Solche Spezialwerkzeuge dienen dazu, Beton abzureißen oder Baumstämme zu bewegen.
Beobachtungen auf der Baustelle
Eine Baustelle bietet gute Möglichkeiten, Bagger aus sicherer Entfernung zu beobachten. Achte einmal darauf, wie präzise die Bewegungen ablaufen, obwohl schwere Lasten bewegt werden. Der Fahrer nutzt zwei Steuerhebel, um Ausleger, Stiel und Löffel gleichzeitig zu lenken. Ein wichtiges Detail ist der Werkzeugwechsel: Moderne Baumaschinen besitzen Schnellwechsler. Damit lässt sich der Löffel direkt aus der Kabine abkoppeln und austauschen. Auch die Geräusche verraten viel über die Belastung. Wenn der Löffel tief in die Erde greift, wird das Motorengeräusch tiefer, weil die Hydraulikpumpe unter voller Druckleistung arbeitet. Auf manchen Malvorlagen erkennt man zudem die Hydraulikschläuche, die entlang des Metallarms verlaufen. Welche Anbaugeräte kannst du an den Baggern beobachten, wenn du das nächste Mal an einer Baustelle vorbeikommst?